Episode 13: Ziele

Shownotes

Kurzbeschreibung: Gute Vorsätze sind schnell gemacht, echte Ziele sind etwas anderes. In dieser Episode spreche ich darüber, warum SMART-Ziele zwar logisch wirken, aber im Alltag oft gegen Gewohnheiten, Stress und Identität verlieren. Du lernst ein Modell kennen, das Ziele emotional verankert: die logischen Ebenen nach Robert Dilts. Und du bekommst eine Frage, die deine Zielsetzung sofort alltagsnah macht, ohne Druck, aber mit Richtung.

Das erwartet dich in der Folge:

  • Warum „Was ist mein Ziel für mein Leben?“ häufig in die Irre führt
  • Wieso Ziele dein Leben leichter machen (wenn sie Orientierung geben statt Druck)
  • SMART-Ziele: rational sauber, aber oft ohne „Zug“ im Nervensystem
  • KPIs sind keine Ziele: Zahlen sind Ergebnisse, nicht Sinn
  • Die Alice-im-Wunderland-Metapher: Wenn du nicht weißt, wohin du willst, ist jeder Weg egal
  • Praxisbeispiel aus einem Management-Meeting: von „100 Mio. Umsatz“ zu „sorgenfreiem Leben“
  • Die 6 logischen Ebenen nach Robert Dilts (Sinn → Identität → Werte/Glaubenssätze → Fähigkeiten → Verhalten → Umwelt/Ressourcen)
  • Warum Ziele stabiler werden, je höher sie verankert sind
  • Dein Tool: Regnose statt Prognose: Ziele so formulieren, als wären sie schon eingetreten

Mind Move der Folge (zum Mitnehmen): „Wenn sich das Jahr 2026 für dich gelohnt hat – was ist dann passiert?“ Formuliere einen Satz in der Gegenwart, beginnend mit „Ich…“. Vermeide „nicht/kein“, denke in Bildern und Gefühlen.

Mini-Übung (3 Minuten): 1. Schreibe 1 Regnose-Satz für persönlich, 1 Satz für beruflich, 1 Satz für Familie. 2. Prüfe: Erzeugt der Satz Zug oder Druck? 3. Übersetze ihn durch die Ebenen: Welche Identität/Werte/Fähigkeiten/Verhaltensweisen/Ressourcen braucht es?

Zitat, das hängen bleiben darf: „Ein gutes Ziel erzeugt keinen Druck, es gibt Orientierung.“

Mentale Simulation & Zielerreichung Oettingen, G. (2014). Rethinking Positive Thinking: Inside the New Science of Motivation. New York: Current. → Forschung zu mentaler Simulation, Zielvorstellung und Motivation („Mental Contrasting“).

Predictive Brain & Erwartungsmodelle Friston, K. (2010). The free-energy principle: a unified brain theory? Nature Reviews Neuroscience, 11(2), 127–138. → Das Gehirn als Vorhersageorgan: Warum Erwartungen, Ziele und Orientierung Stress regulieren.

Identitätsbasierte Motivation Oyserman, D., Lewis, N. A., Yan, V. X., Fisher, O., O’Donnell, S. C., & Horowitz, E. (2017). An identity-based motivation framework for self-regulation. Psychological Inquiry, 28(2–3), 139–147. → Warum Verhalten stabiler ist, wenn Ziele zur Identität passen.

Emotionen & Entscheidungsfindung Damasio, A. R. (1994). Descartes’ Error: Emotion, Reason, and the Human Brain. New York: Putnam. → Somatic Marker Hypothesis: Warum Gefühle essenziell für Entscheidungen und Motivation sind.

Zielklarheit & Motivation Locke, E. A., & Latham, G. P. (2002). Building a practically useful theory of goal setting and task motivation. American Psychologist, 57(9), 705–717. → Klassische Zielsetzungsforschung: Wirkung klarer Ziele auf Motivation und Leistung.

Ein Podcast für alle, die Change, Transformation und persönliche Entwicklung bewusst gestalten wollen.

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No Balance. Just Better Moves 🪩

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