Episode 19: Meditation

Shownotes

Meditation ist kein Trend. Und sie ist auch keine Garantie für sofortige Entspannung.

In dieser Folge von The Brain Behind nehme ich dich mit in meine persönliche Erfahrung aus sieben Tagen Schweigekloster in Thailand und wir schauen gleichzeitig neuropsychologisch sauber darauf, was Meditation wirklich mit deinem Gehirn macht.

Du erfährst:

  • Warum Meditation keine Gedankenlosigkeit bedeutet
  • Was das Default Mode Network damit zu tun hat
  • Wie sich präfrontaler Cortex und Amygdala durch regelmäßige Praxis verändern
  • Warum sich graue Substanz im Gehirn messbar verändert
  • Wie Meditation deine Konzentration verbessert
  • Wann Meditation sinnvoll ist – und wann nicht

Meditation ist kein Leistungsdruck in spirituellem Gewand. Sie ist ein Training von Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist die Währung unserer Zeit.

Neurobiologische Effekte von Meditation

Strukturelle Veränderungen & graue Substanz

  • Lazar, S. W. et al. (2005). Meditation experience is associated with increased cortical thickness. NeuroReport.

- Hölzel, B. K. et al. (2011). Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density. Psychiatry Research: Neuroimaging.

Amygdala & Stressreduktion

  • Hölzel, B. K. et al. (2010). Stress reduction correlates with structural changes in the amygdala. Social Cognitive and Affective Neuroscience.
  • Davidson, R. J. et al. (2003). Alterations in brain and immune function produced by mindfulness meditation. Psychosomatic Medicine.

Default Mode Network

  • Brewer, J. A. et al. (2011). Meditation experience is associated with differences in default mode network activity and connectivity. PNAS.

Aufmerksamkeit & Konzentration

  • Jha, A. P. et al. (2007). Mindfulness training modifies subsystems of attention. Cognitive, Affective & Behavioral Neuroscience.
  • Lutz, A. et al. (2008). Attention regulation and monitoring in meditation. Trends in Cognitive Sciences.

Autonome Regulation & Vagus

  • Tang, Y. Y. et al. (2009). Central and autonomic nervous system interaction during meditation. PNAS.

Meditative Praktiken existieren seit mehreren tausend Jahren in unterschiedlichen kulturellen und religiösen Traditionen, insbesondere im Buddhismus. Ursprünglich ging es nicht um Stressreduktion, sondern um Befreiung von automatischer Reaktivitätm im Buddhismus als „Erleuchtung“ (Nirvana) beschrieben.

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