Episode 20: Unsicherheit
Shownotes
Die Welt dreht sich gerade schneller als gewohnt. Manchmal trifft einen das ganz persönlich: Ein gecancelter Flug, ein geplatzter Plan, eine Situation, auf die man schlicht keinen Einfluss hat. In dieser Folge erzählt Anne, wie sie und ihre Familie damit umgehen, dass ihre lang geplante Reise nach Asien über Nacht nicht mehr stattfinden kann – und was das mit Neurobiologie zu tun hat.
**Was du mitnimmst: **• Warum dein Gehirn Unsicherheit als Bedrohung einstuft – und was dagegen hilft • Was Amygdala, Cortisol und präfrontaler Kortex mit Kontrollverlust zu tun haben • Wie du die neurologische Verbindung zwischen Alarm und Ratio trainierst • 4 direkt umsetzbare Mind Moves für mehr Gelassenheit im Alltag Erwähnte Konzepte & Verweise: • Circle of Influence & Circle of Control – Stephen R. Covey • Negativitätsbias – Rick Hanson, Neurowissenschaftler & Autor • Achtsamkeitsforschung – Dr. Sara Lazar, Harvard Medical School • Habituation & Stresstoleranz – Forschung zur Unsicherheitstoleranz im Gehirn
**Die zwei Kernthesen dieser Episode **These 1: Gelassenheit ist keine Gleichgültigkeit und kein angeborener Charakterzug – sondern eine neurologische Fähigkeit, die trainierbar ist. These 2: Was dein Gehirn in Momenten der Unsicherheit macht – und wie du es gezielt trainieren kannst, zukünftig anders zu reagieren.
**Die 4 Mind Moves aus dieser Folge **1. Kontrollierbar vs. nicht kontrollierbar trennen Mach dir eine Liste mit zwei Spalten. Was kannst du beeinflussen – und was nicht? Alles rechts: loslassen. Die meisten verbringen die meiste Energie dort, wo sie keine Kontrolle haben.
- Reframe: Unsicherheit als Information, nicht als Bedrohung Frage dich: Was zeigt mir diese Situation? Was kann ich daraus lernen? Manchmal lautet die Antwort schlicht: flexibel bleiben.
- Unsicherheit bewusst aushalten – klein anfangen Geh mal ohne Plan ins Wochenende. Buch ein Restaurant, das du nicht kennst. Trainiere deinen Toleranzmuskel für das Ungewisse.
- Gelassenheit ist nicht Gleichgültigkeit Ruhig reagieren bedeutet nicht, dass dir etwas egal ist. Du kannst etwas ernst nehmen und trotzdem entspannt damit umgehen. Das ist mentale Reife.
**Wissenschaftliche Quellen **Die folgenden Studien und Werke bilden die wissenschaftliche Grundlage dieser Episode: [1] Lazar, S. W. et al. (2005): Meditation experience is associated with increased cortical thickness. NeuroReport, 16(17), 1893–1897. - Achtsamkeit & messbare Hirnveränderungen [2] Hanson, R. (2013): Hardwiring Happiness. Harmony Books. - Negativitätsbias & neuronale Plastizität [3] Grupe, D. W. & Nitschke, J. B. (2013): Uncertainty and anticipation in anxiety: an integrated neurobiological and psychological perspective. Nature Reviews Neuroscience, 14(7), 488–501. - Amygdala, präfrontaler Kortex & Unsicherheitstoleranz [4] Peters, A., McEwen, B. S. & Friston, K. (2017): Uncertainty and stress: Why it causes diseases and how is it possible to master it. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 72, 268–285. - Cortisol & subjektive Unsicherheitseinschätzung [5] Covey, S. R. (1989): The 7 Habits of Highly Effective People. Free Press. - Circle of Control / Circle of Influence [6] Quirk, G. J. & Beer, J. S. (2006): Prefrontal involvement in the regulation of emotion. Current Opinion in Neurobiology, 16(6), 723–727. - Amygdala – präfrontaler Kortex & emotionale Regulation
Link zur Folge KONTROLLE & EINFLUSS https://open.spotify.com/episode/0vp1OKImfFR9Sd5JvpZ3mT?si=K_4Vni72QN6t8EvBiJpeXQ
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No Balance. Just Better Moves 🪩
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