Episode 26: Mental Load
Shownotes
Mental Load ist nicht einfach Stress. Es ist die kognitive und emotionale Arbeit des Antizipierens, Planens, Koordinierens und Überwachens – bevor der erste Handgriff passiert. Neurologisch betrachtet bindet diese unsichtbare Arbeit kontinuierlich Kapazität im Arbeitsgedächtnis und führt bei chronischer Überlastung zu messbaren Veränderungen im Gehirn: Amygdala-Hyperaktivität, geschwächte Emotionsregulation, eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit. Diese Folge nimmt das Thema aus dem Beziehungsratgeber-Regal und stellt es dahin, wo es hingehört: in die Neuropsychologie des Alltags. Key Takeaways
Mental Load ist die kognitive Arbeit des Planens, Antizipierens und Koordinierens – bevor eine Aufgabe überhaupt begonnen wird. Sie ist unsichtbar, grenzenlos und nie wirklich abgeschlossen. (Ruppanner et al.; Daminger, Harvard) Das Arbeitsgedächtnis – gesteuert vom dorsolateralen präfrontalen Kortex – kann nur ca. 7 Einheiten gleichzeitig halten. Jede offene Intention besetzt einen Slot. Chronische Überlastung führt zu verschlechterter Entscheidungsfähigkeit und Emotionsregulation. (Miller, 1956; Sweller Cognitive Load Theory) Bei kognitiver Überlastung aktiviert sich die Amygdala und die Konnektivität zur mPFC sinkt – das Gehirn verliert seine Fähigkeit zur Emotionskontrolle. (PLOS ONE, Burnout-Studie, 2014) In Change- und Restrukturierungsprozessen tragen Führungskräfte einen doppelten Mental Load: den eigenen und den emotionalen Pufferbetrieb für ihr Team. Das ist neurobiologisch messbar belastend. Mental Load ist kein Frauen- oder Elternthema. Er entsteht überall, wo Verantwortung dauerhaft ungleich verteilt ist – auch bei Singles, in Teams, in Freundschaften. Prospektives Gedächtnis – das Halten zukünftiger Handlungsintentionen – kostet Arbeitsgedächtniskapazität, auch wenn diese Intentionen gerade nicht aktiv bearbeitet werden. Echter Lastausgleich bedeutet nicht, Aufgaben zu delegieren. Es bedeutet, Verantwortung zu übergeben. Der Unterschied ist entscheidend.
Erwähnte Konzepte & Forschende
- Cognitive Load Theory & Arbeitsgedächtniskapazität – John Sweller; George Miller (7±2 Einheiten)
- Mental Load als unsichtbar, grenzenlos, nie abgeschlossen – Leah Ruppanner, University of Melbourne
- Vier Schritte des Mental Labor (Wahrnehmen, Überlegen, Entscheiden, Kontrollieren) – Allison Daminger, Harvard University
- Emotionale Arbeit & die „zweite Schicht" – Arlie Hochschild (1989): The Second Shift Amygdala-mPFC-Konnektivität bei chronischem Stress und Burnout – PLOS ONE Studie (2014)
- Prospektives Gedächtnis und kognitive Last – Marsh, Smith, Einstein & McDaniel
Quellen & Wissenschaft
- Daminger, A. (2019): The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609–633.
- Ruppanner, L., Perales, F. & Baxter, J. (2019): Harried and Unhealthy? Parenthood, Time Pressure, and Mental Health. Journal of Marriage and Family, 81(2), 308–326.
- Ruppanner, L. et al. (2021): The mental load: building a deeper theoretical understanding. Community, Work & Family, 25(1), 1–11.
- Miller, G.A. (1956): The magical number seven, plus or minus two. Psychological Review, 63(2), 81–97.
- Sweller, J. (1988): Cognitive load during problem solving. Cognitive Science, 12(2), 257–285.
- Savic, I. et al. (2014): The influence of work-related chronic stress on emotion regulation and functional connectivity in the brain. PLOS ONE, 9(9), e104550.
- Hochschild, A.R. (1989): The Second Shift. Viking Penguin.
- Harrington, B. & Reese-Melancon, C. (2022): Prospective memory and mental labor. Memory, 30(5), 512–524.
- Niedźwieńska, A. & Zielińska, A. (2021): Prospective memory and mental labor in daily routines. Applied Cognitive Psychology, 35(3), 712–721.
Transkript anzeigen
00:00:06: Willkommen bei The Brain Behind, deinem Podcast für gehörngerechte Kommunikation, mentale Klarheit und smarte Moves im echten Leben.
00:00:21: Mein Name ist Anne, Gründerin der Change- und Kommunikationsberatung Constant Change, Creator von the Narrow Groove und host dieses Podcasts.
00:00:29: Hier bekommst du wissenschaftliche Impulse für ein leichter Umgang mit Druck und Stress und die Message, dass Du mit Deiner Herausforderung alleine bist!
00:00:41: Vielen Dank fürs Reinhören Und viel Spaß mit dieser Episode.
00:00:52: Du sitzt abends auf dem Sofa, das liegt doch schon im Bett!
00:00:56: Wenn du Kinder hast dann schlafen die vielleicht schon.
00:00:59: der Arbeitstag ist vorbei.
00:01:01: eigentlich könntest du jetzt richtig schön abschalten und irgendetwas in dir dreht weiter da es ein leises nie wirklich aufförendes Sohn irgendwas in deinem Kopf findet.
00:01:15: nicht zur Ruhe morgen gleich des Elterngespräch.
00:01:19: Ist das eigentlich schon eingetragen?
00:01:21: Dann vielleicht im Job?
00:01:23: der Jahresbericht muss da fertig sein bis irgendwann.
00:01:26: Was ist eigentlich mit dem Arzttermin von meiner Mutter, was ist mit dem Gespräch vom Kollegen vom letzten Dienstag?
00:01:34: und wie soll ich damit umgehen?
00:01:35: Was ist es mit dem Konflikt den vielleicht meine Mitarbeiter haben?
00:01:39: Haben wir noch Milch im Kühlschrank und der Kindergeburtstag nächste Woche?
00:01:42: habe ich da schon das Geschenk gesorgt bzw.
00:01:46: muss ich da noch an irgendwas anderes denken, hatte ich irgendwas gesagt?
00:01:49: Also du sitzt vielleicht auf dem Sofa oder Lichsenbett, oder wo auch immer und gleichzeitig bist du aber in zehn verschiedenen Welten.
00:01:57: Vielleicht läuft sogar noch der Fernseher mit Netflix oder sonst irgendwas.
00:02:01: nur du guckst es eh nicht wirklich weil du eben in diesen ganzen unterschiedlichen Welten unterwegs bist.
00:02:07: das was du gerade vielleicht ein bisschen mit gefühlt hast oder was dir vielleicht auch bekam vorkommt hat einen Namen.
00:02:15: Ich mag dieses Wort nicht, gleichzeitig ist es mir ein großes Anliegen da heute immer drüber zu sprechen.
00:02:21: Das ist der Mental Load!
00:02:23: ich bin mir ziemlich sicher dass du diesen Begriff auch schon mal gehört hast oder das den auch auf jeden Fall viele kennen.
00:02:30: und dieser Begriff klingt für viele auch erstmal nach einem coolen Buzzword irgendwas was ständig durch die sozialen Medien gedreht wird wo LinkedIn mitgeklutet wird und vor allem klingt das auch nach einem Thema für Partherapie-Podcasts.
00:02:44: Nur, das ist es nicht.
00:02:46: Mental load ist ein neuropsychologisches Phänomen und das hat vor allem auch messbare Konsequenzen für dein Gehirn, für deine Entscheidungsfähigkeit, für seine Emotionen, für eine Gesundheit und... Es betrifft nicht nur Mütter!
00:03:01: Nicht nur Eltern, nicht nur Frauen sondern es betrifgt jeden der viel trägt beruflich wie privat Und vor allem betrifft es uns alle in diesen Zeiten von Veränderungen, von Restrukturierungen und viel Unsicherheit.
00:03:17: Da sind wir alle irgendwann mal von mental low sozusagen getroffen!
00:03:22: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von The Brain Behinds – dem Podcast für Menschen die viel tragen mit Veränderung umgehen müssen und die Dinge wirklich verstehen wollen und die schon immer mehr über Dinge erfahren wollen die wir in der Regel in der Schule nicht gelernt haben.
00:03:38: Ich freue mich, dass du heute mit dabei bist und mein Thema heute ist der Mental Load – diese unsichtbare Last könnte man schon fast sagen, die dein Gehirn allerdings nichts abstellt!
00:03:50: Ich schaue heute gemeinsam mit dir darauf was Mental Load eigentlich neurologisch und so neuropsychologisch eigentlich bedeutet und was in deinem Gehirngenau passiert wenn da dieses gefühlte nie endenwollende Rauschen in deinm Kopf drin.
00:04:05: und wir schauen auch auf den Beruf.
00:04:08: Und warum auch gerade auch im beruflichen Kontext, wie noch sehr wenig über Mental Loads sprechen das da aber genau so gilt?
00:04:15: Und warum grade in Veränderungs- oder auch Restrukturierungsprozessen oder Transformationen Mental Load's in die Höhe katapultiert wird und was das auch mit Führungskräften macht, mit Mitarbeitenden machen, mit Teams machen, ganz ein Unternehmen macht.
00:04:34: Denn auch wer keine Familie hat, der kennt dieses Phänomen wahrscheinlich viel besser als er vielleicht selber gerade denkt.
00:04:41: Am Ende sage ich dir dann noch was du ganz konkret tun kannst – nicht um den Mantelloat wegzumachen!
00:04:47: Das geht nämlich gar nicht.
00:04:49: Aber um aufzuhören, den alleine tragen zu müssen und um zukünftig leichter damit umzugehen.
00:04:56: Auch hier wieder kurz das Spoiler es geht mal wieder nicht darum mehr zu schaffen denn wir wissen auch dass ja das schöner Im Meer liegt eigentlich zu sehen, was weniger alles für uns machen kann.
00:05:09: Und genau in diesem Sinne geht es auch darum, ehrlich zu sein mit dir und mit anderen – und vielleicht aus dem gefühlten Weniger im Ende wesentlich mehr zu machen als du vorher dachtest.
00:05:23: Pangen wir mal mit dem an, was Mental Load wirklich ist!
00:05:26: Denn die meisten Menschen denken dabei zunächst irgendwie an To-Do-Listenen, Aufgaben und auch am Stress also an Dinge, die man machen muss?
00:05:33: Und Mental Load ist viel, viel mehr….
00:05:35: Mental load ist nicht das, was du tust.
00:05:38: Sondern es ist das, dass du einen Kopf fällst, damit du weißt, was getan werden muss!
00:05:43: Es ist also das Antidipieren, das ist das Planen, das koordinieren und daran erinnern, bevor überhaupt der erste Handgriff passiert.
00:05:52: Das ist wie so ein Art Betriebssystem, das im Hintergrund läuft – auch wenn du schläfst tatsächlich!
00:06:00: Und es gibt eine Forscherin, das ist die Allison Demninger von der Harvard University.
00:06:05: Die hat das erforscht – diese Studie ist sehr viel zitiert und wir haben das sehr präzise auch beschrieben – und wie unterteilt mental load in vier kognitive Schritte?
00:06:15: Also der erste Schritt ist wahrnehmen, dass irgendwas erledigt werden muss.
00:06:19: Der zweite Schritt ist überlegen, wie es erledicht werden könnte.
00:06:24: Dann der dritte Schritt ist entscheiden was getan wird.
00:06:28: Und schließlich, pieter Schritt ist kontrollieren ob es gut gemacht wurde oder eben auch nicht.
00:06:33: Und jeder dieser Schritte kostet uns kognitive Ressourcen und der Knackpunkt ist diese ersten drei Schritte das Wahrnehmen des Überlegenes und des Entscheidens.
00:06:43: diesen drei Schritten schenken wir eigentlich kaum Aufmerksamkeit.
00:06:47: Wir sehen am Ende nur das Ergebnis.
00:06:50: aber das Gehirn hat tatsächlich so in seiner Währung also hat mit Energie für jeden dieser Schritten schon bezahlt.
00:06:57: Und jetzt kommt das Spannende, das Neuropsychiologische an diesem Prozess.
00:07:01: Das Gehirn hat für all diese Prozesse eine zentrale Ressource und es ist unser Arbeitsgedächtnis.
00:07:06: Das Arbeitsgedechnis, das ist das was im so hinter der Stirnsitze ungefähr, da im präfrontalen Cortex... ...und dieser Teil des Gehirns ist auch für Planung zuständig, für Entscheidungen zuständig,... ...für deine emotionale Regulationen und für den rationales Denken.
00:07:22: Und dieses Arbeitsgedächnes Das hat zwar eine sehr hohe Verantwortung, das ist für sehr viel verantwortlich.
00:07:30: Das kann aber gleichzeitig nur etwa sieben Einheiten an Informationen halten – so nennt man das!
00:07:37: Sieben plus minus zwei irgendwie.
00:07:41: und jede offene Aufgabe jeder ungelöste Gedanke, jede antizipierte Verantwortung benigt einen dieser Slot.
00:07:52: Ich lass das mal kurz wirken denn wenn du mal kurz drüber nachdenkst was vielleicht gerade alles in deinem Kopf ist, was dafür ungelöste Gedanken sind.
00:08:00: Was dafür offene Aufgaben sind?
00:08:01: Was dafür antizipierte Verantwortung zum Beispiel ist, dann wird relativ schnell klar, dass diese Slots sehr, sehr schnell vergeben sind.
00:08:16: und wer eben viel Mendelot trägt der hat dieses Slots den ganzen Tag besetzt und manchmal auch in der Nacht.
00:08:23: Und was passiert dann?
00:08:25: die Forschung ist da sehr eindeutig Je mehr unser Arbeitsgedächtnis ausgelastet ist, desto schlechter funktioniert genau das System.
00:08:33: Das eben auch für die Emotionskontrolle, Stressregulation und auch für unsere klugen Entscheidungen zuständig ist.
00:08:40: Und kognitive Überlastung aktiviert auch wieder nachweislich unser Alarmzentrum Die Amygdala im Gehirn und gleichzeitig schweft das wieder die Verbindung zwischen der Amygdalas unter präfrontalem Cortex also die Verbindung Die verhindert, dass wir auf kleine Dinge überreagieren.
00:08:57: So mit anderen Worten um das Komplexe jetzt ganz einfach zu machen wenn du mental load trägst dann bist du oft nicht einfach müde oder gereizt sondern die Hirn verliert buchstäblich die Fähigkeit ruhig zu bleiben rational zu denken und flexibel zu reagieren.
00:09:16: Und dann so sprüche auch wie.
00:09:17: Du bist heute aber empfindlich Oder ist dir irgendwie lauswürdig lieber gelaufen?
00:09:22: Das bekommt dann eine ganz andere Bedeutung, weil das am Ende einfach wieder Neurobiologie ist.
00:09:27: Weil wir bei unser Gehirn überlastet sind und wir einfach gar nicht mehr anders können als beispielsweise auf kleine Dinge auch mal überzureagieren, weil wir schlichtweg – weil unsere Gehirne tatsächlich – schlichtwegeinfach überlastete ist.
00:09:44: Und es gibt da noch was, was ich besonders wichtig finde in dem Zusammenhang auch nochmal sehr deutlich zu machen Der Mental Load hat eine Eigenschaft die ihn vom normalen Stress unterscheidet.
00:09:55: Und mental load ist nämlich, also normaler Stress ist natürlich auch was gefühltes, aber normalen stress sage ich den fühlen wir auch mal im Sinne von dass wir irgendwie anfangen zu spitzen oder wir merken unsere Herzfrequenz geht nach oben oder so.
00:10:10: Mental load hingegen ist unsichtbar.
00:10:14: Der ist auch grenzenlos und der ist nie abgeschlossen.
00:10:17: Unsichtbar ist er weil er intern stattfindet wirklich rein intern.
00:10:21: In dem Sinne kein körperliches Erscheinungsphänomen.
00:10:26: Und niemand sieht diesen Mental-Load und oft sieht man ihn halt nicht mal selbst!
00:10:30: Dann ist er grenzenlos, wenn er sich nicht an Arbeitszeiten hält – der kommt doch überall mit hin?
00:10:35: Der kommt auch mit den Urlaub, der ist auch beim Schlafen noch da, der is einfach überall... ...und in der Regel ist er auch nie abgeschlossen, weil Mental Load… und das bin ich besonders wichtig ….
00:10:43: Mental Loads ist ein Fürsorge gebunden.
00:10:49: andere Menschen, für vielleicht auch dein Team?
00:10:51: Für deine Familie?
00:10:52: Für Projekte?
00:10:53: Für Dinge die dir wichtig sind?
00:10:55: Dinge um die man sich sorgt.
00:10:56: Wie hört in dem Sinne nicht wirklich aus?
00:11:01: Das ist genau der Kern des Problems!
00:11:05: In dem Zusammenhang möchte ich jetzt sehr gerne auf einen Bereich schauen über den auch im Zusammenhang mit Mental Load viel zu selten noch gesprochen wird und das ist der Beruf.
00:11:14: Insbesondere wenn wir mal an unser Arbeitsumfeld schauen auf die Systeme, wo Veränderungen stattfinden.
00:11:22: Wo Restrukturierungen stattfinden?
00:11:23: Wo Transformationen stattfinden und aus meiner Erfahrung ist es im Prinzip gerade überall.
00:11:29: Überall passieren gerade Dinge in den verschiedensten beruflichen Kontexten und du kannst ja mal für dich überlegen wie das bei dir gerade ist.
00:11:38: Ist bei dir auf der Arbeit gerade alles stabil sind da viele Veränderung steckt ihr vielleicht in einer Restrukturierung oder eine Transformation Und vielleicht bist du auch sogar Führungskraft in der Organisation, vielleicht wird da gerade was umgebaut.
00:11:52: Dann könnte es sein... Da sind neue Strukturen!
00:11:55: Da gibt's neue Rollen.
00:11:56: Da werden Stellen abgebaut.
00:11:58: Da gibt es einen Neuaufbau an Rollen wieder dort.
00:12:00: Da gibts monatelange Unsicherheit und vielleicht stehst du komplett in der Mitte.
00:12:06: Zwischende Management, dass sie Entscheidungen trifft unter deinem Team, das eigentlich Orientierung braucht, also so eine klassische Sandwich-Position zum Beispiel.
00:12:13: Was passiert in dieser Situation?
00:12:16: Dein Mental-Load der explodiert.
00:12:19: Denn du trägst in den Augenblick nichts nur deiner eigene Arbeit, sondern du trägs auch die Sorgen deines Teams!
00:12:25: Du versuchst Fragen zu antizipieren, die noch gestellt werden könnten?
00:12:29: Du plantest Gespräche, die nicht stattgefunden haben?
00:12:32: Vielleicht hältst du auch Informationen zurück, die doch nicht weitergegeben werden
00:12:36: dürfen?!
00:12:36: Du trägts das Gewicht dieses Wissens um die Dinge, die kommen – die noch kommen werden, wie du einfach schon aus deiner Rolle heraus vielleicht weißt... Und du bist dann im Ende auch noch so diese emotionale Pupferzone zwischen dem, was da oben entschieden wird und dem, das da unten irgendwo anguckt.
00:12:55: Das ist wahnsinnig starke emotionale Arbeit!
00:12:58: Es ist ein Konzept – es bedeutet, dass der Management der eigenen Gefühle hauptsächlich dafür gedacht ist damit andere sich gut fühlen.
00:13:09: Gerade in Veränderungsprozessen leisten die Führungskräfte täglich, vielleicht sogar stündlich oder sogar minütlich und auch in jedem Meeting, in jedem Gespräch.
00:13:19: Und das nehmen diese Menschen mit nach Hause.
00:13:23: Die Konsequenzen davon – also was das wirklich mit unruhigen Gehirnen macht – die sind messbar ein chronischer beruflicher Stress und zum Beispiel einen ungelöster oder einen – ja, ungelös, würde ich nicht sagen – aber so ein Change-Prozess, in dem man gerade drin steckt der ist per Definition chronisches Stress Und das verändert nachweislich die Konnektivität zwischen der Amygdala und dem Medienpräfrontalen Cortex, das habe ich eben schon erwähnt.
00:13:51: Das zeigt dann – wenn man solche Menschen in so einen FMRT reinlegt – peigen die Bilder, dass wer unter einem längeren Zeitraum unter diesem sehr hohen mentalen Druck steht und diesen Druck ausgesetzt ist, verliert tatsächlich die Fähigkeit zur Emotionsregulation Und das ist messbar.
00:14:12: Das kann man erkennen, dass bedeutet auch hier du wirst schneller gereizt kleine Dinge bringen dich auf die Palme Du reagierst über Mitarbeitergespräche, die früher mal super funktioniert haben.
00:14:24: Die kosten dich jetzt dreimal so viel Energie.
00:14:27: Du bist viel müder Entscheidungen fallen dir viel schwerer Vielleicht kannst du sie sogar gar nicht richtig treffen und das perfide daran ist Dass es von außen in der Regel niemand sieht.
00:14:39: Niemand sieht, wie voll dein Kopf ist.
00:14:40: Welche Dinge du alle trägst und was da alles los ist.
00:14:43: Du funktionierst!
00:14:44: Du lieferst.
00:14:45: Du bist präsent.
00:14:46: Weil da vielleicht auch dieser Fürsorgeaspekt eben noch drin ist... Nur innerlich läuft dahin System auf Anschlag.
00:14:52: Das ist knallrot.
00:14:54: Und das betrifft jetzt nicht nur führungskräftig.
00:14:57: Ich finde es ist nur so ein wunderbar plakatives Beispiel, denn da kommt der Druck sowohl von allen Seiten, so von oben und von unten Tatsächlich, das ist auch auch Mitarbeiter in Unwächerheitsphasen tragen diesen Load.
00:15:09: Auch so werde ich meinen Job behalten – was macht das jetzt mit mir?
00:15:12: Was bedeutet die Struktur für mich?
00:15:14: Soll ich mich vielleicht irgendwie umorientieren?
00:15:17: Was meint mein Chef damit wenn er sagt ja mal gucken was jetzt hier noch kommt und es fängt ja gerade erst an.
00:15:22: also all diese offenen Fragen besetzen am Ende wieder diese umdie sieben Slots in deinem Arbeitgedächtnis und das dauerhaft Und Mental Load in Organisation ist wahrscheinlich auch eine der meisten unterschätzenden Ursachen dafür, das Veränderungsprozesse halt auch am Ende scheitern.
00:15:39: Weil die Menschen, die diese Strategie umsetzen sollen, auch hier einfach so knallrot sind wenn wir in unserem Rot-Grün-Modell denken also neurobiologisch sind diese Menschen einfach nicht mehr in der Lage gut zu denken und somit gute Entscheidungen zu treffen und Dinge gut voranzutreiben.
00:16:00: Wenn wir den Blick jetzt nochmal aufs private werfen weil es ja Also das zumindest, wo ich diesen Begriff Mental Load einfach herkenne und vor allem – wo ich den jetzt auch immer wieder höre um ehrlich zu sein.
00:16:10: Auch erst seitdem ich Mutter bin eigentlich!
00:16:14: Und hier will ich sehr, sehr ehrlich sein und hier möchte ihr ja auch mit so ein paar Sachen mal aufrollen.
00:16:19: Denn Mental Load ist also auch im Privaten kein neues Phänomen.
00:16:23: Er hat allerdings in den letzten Jahren eine Sprüße bekommen.
00:16:27: Diese Sprache verändert dann auch diese Beziehung wie wir auch zu diesem Ding stehen.
00:16:33: Und die Daten, die es zu Metal-Lot gibt sind sehr klar.
00:16:36: Studien zeigen konsistent durchgehend – ich fand das eher beeindruckend -, dass in heterosexuellen Partnerschaften Frauen den deutlich größeren Anteil des mentalen Haushaltsmanagement tragen und damit ist nicht nur dieses physische Putzenkochen einkaufen
00:16:52: usw.,
00:16:53: das ist ja auch tatsächlich sogar noch halbwegs sichtbar und verteilbar sondern was damit gemeint ist, ist das Planen, das Antizipieren!
00:17:02: Das Koordinieren, das Behalten des Überblicks.
00:17:05: Das Wissen, dass übermorgen der Zahnarzttermine ist.
00:17:09: Das wissen, dass das Kind nächste Woche für das Meifest irgendetwas mitbringen muss.
00:17:14: Das wissen, daß die Schwiegermutter Geburtstag hat und wir noch ein Geschenk brauchen!
00:17:19: Das wissen... ...dass seit Dienstag der Kühlschrank halb leer ist und ganz viele Dinge, die auch für die Brotzeit gebraucht werden nicht da ist.
00:17:26: Also dieses... Der Mental Load, den man eben nicht sehen kann ist eben dieses Aufzuwissen das tatsächlich alles auch irgendwann wieder da ist und sich dann eben genau darum zu kümmern.
00:17:39: So ein Konzept kam auch.
00:17:41: also bevor es dieses Wort Mental Load gibt oder gab hat man schon mal dieses Phänomen beschrieben und das wurde damals in den achtziger Jahren als die sogenannte zweite Ficht benannt Also die unbezahlte Arbeit, die nach der bezahlten Arbeit beginnt.
00:17:56: Also quasi die zweite Schicht, die man dann antritt.
00:18:00: Nur neue Forschungen eben – also die Forschung und zu Mental-Load haben dieses Konzept weiterentwickelt und klargemacht, dass es nicht nur die zweite schicht ist sondern das insgesamt dieser mentale Hintergrundlärm, der überhaupt gar keine Schicht hat, sondern der einfach immer da ist.
00:18:15: Also dieser Mental Load ist immer da ob du auf der Arbeit bis zu Hause bist wo auch immer oder eben auch schläfst, der ist immer So.
00:18:22: und jetzt, das ist mir sehr wichtig zu machen.
00:18:26: Mental-Load ist kein Frauenthema sondern ein menschliches Thema.
00:18:30: Es gibt auch Männer in ihren Partnerschaften oder vielleicht als Alleinerziehender den vollen Load tragen.
00:18:37: es gibt auch Singles.
00:18:38: die haben niemanden mit dem sie das was das Leben sonst noch so mit sich bringt mit dem die das teilen können Das gesamte organisatorische Emotionale des logistischen Managementes des Lebens das alleinezustellen In der Sandwich-Generation, so nennt man das.
00:18:54: Also die gleichzeitig Kinder und Eltern betreuen.
00:18:57: zum Beispiel.
00:18:58: Es gibt Menschen in WGs, in Freundschaften, in Teams bei denen es immer diese eine Person gibt, die mehr im Kopf hat als alle anderen.
00:19:07: Und genau da ist überall Mental Load.
00:19:10: Also Mental Load ist überall da wo Verantwortung ungleich verteilt ist Und das eben oft, ohne dass jemand das ganz bewusst entschieden hat.
00:19:18: Also hier geht es nicht um Aufgaben sondern hier geht's um die Verteilung von Verantwortung.
00:19:23: und das türkische ist auch bei Mental Load ist das der oder die Person, die viel trägt, die merkt es eben oft erst wenns zu spät ist denn unser Gehirn ist so wahnsinnig anpassungsfähig und das gewöhnt sich an diese Dauerlast und das normalisiert dieses Sohn- oder diese ständige Nachdenken bis irgendwann die Kapazität wirklich erschöpft ist und das System einfach nicht mehr so hat, sondern dann stürzt es halt am Ende ab.
00:19:48: Also dann können wir nicht mehr.
00:19:50: Mendeload ist also das was dein Gehirn im Hintergrund einfach immer ständig mit am Laufen hat.
00:19:58: Und dass es einfach das, was immer da ist in meiner Arbeit als Beraterin, als Coach.
00:20:08: Man sitzt sich regelmäßig mit Menschen, die Sachen auch sagen wie ja Ich bin ja eigentlich nicht unzufrieden, ich weiß nur nicht.
00:20:16: Ich bin immer so erschöpft und ich weiß gar nicht woran das liegt.
00:20:19: Und wenn ich dann mal genauer hinschaue, kommen sehr oft ähnliche Muster zum Vorschein.
00:20:24: Das ist häufig dass die Menschen, die sind nicht unbedingt erschöpt weil sie zu viel arbeiten sondern die sind erschöbt weil Sie zuviel tragen!
00:20:32: Und das ist der entscheidende Unterschied.
00:20:34: Zu viel Arbeiten bedeutet... Ich mach' zu viel ne?
00:20:37: Also ich tue zu viel und zu viel Tragen bedeutet Mein Gehirn ist einfach nie wirklich leer, da ist immer noch was drinne.
00:20:46: Ich denke an tausend Sachen gleichzeitig und ich hatte zum Beispiel meine Frau im Coaching-Führungskraft zwei Kinder super kompetent und die sagten mir dann mal, wir haben so Erstgespräch Kontakt gefunden und dann lasse ich auch ein bisschen berichten wie es denn so ist.
00:21:04: und dann sagt sie so ja, die organisieren meinen Kalender meines Partners auch den Schulkalender von den Kindern Genau, Kalender für die Arzttermine auch von meiner Mutter.
00:21:13: Das ist super wichtig bei uns, genau Urlaubsplanung mache ich.
00:21:16: Ja, Haushaltsbudget liegt auch bei mir und ja also im Job ist es auch gerade anspruchsvoll.
00:21:21: Wir haben eine Restrukturierung und mein ganzes Team wurde durcheinander geschmissen.
00:21:27: da sind jetzt waren zehn Leute das sind acht Leute jetzt dazugekommen und genau.
00:21:33: Und mein Partner sagt mir schon, er hilft mir total gerne, ich soll ihm nur sagen was er tun soll Und ihr hätt das so runtergerattert, auch so komplett ohne Vorwurf.
00:21:41: Also es war alles okay und fast schon ein bisschen so entschuldigend als wäre das halt alles total normal was da gerade passiert.
00:21:49: Nur das, was sie da beschrieben hat ist nicht immer normal.
00:21:52: Das ist im Gehirn etwas krass auf Dauerstrasse läuft.
00:21:54: Da ist ganz viel Mantelloh drinne.
00:21:59: Gleichzeitig, dieses Familienbeispiel hatte ich dann anderen Vienten, Single der steht mitten im Leben, mit seinem Job hat auch kein Partner.
00:22:11: Keine Kinder und der hatte so eine ähnliche Herausforderung.
00:22:15: Der sagte auch sehr ich verstehe gar nicht warum ich so wenig Energie habe.
00:22:19: So wenn ich mich auch ungucke aber auf viel zu weniger zu managen als andere.
00:22:22: Ich hab ja keine Familie, keinen Partner, hab die frei hatten.
00:22:25: Das genieße ich auch super schön.
00:22:27: Nur wir haben uns einmal angeguckt was sonst noch alles eigentlich los war in dem Leben?
00:22:34: Und er hatte sehr viele Projekte.
00:22:36: gerade Der hatte sehr viele Kunden, der hat sich um natürlich seine Finanzen und so weiter gekümmert – um die Wohnung.
00:22:43: Um den Vater, dem es nicht gut geht.
00:22:45: Und Freundschaften, in denen er auf der Organisator ist und die Dinge in die Hand nimmt.
00:22:50: Da sind wir ein bisschen tiefer reingegangen und da wurde dem auch klar... ...der trägt gar nichts, in dem Sinne weniger vielleicht als andere!
00:22:57: Er trägt nur anders und vor allem trägt er die Dinge alleine.
00:23:01: Und das ist der springende Punkt hier an der Stelle, wird diesen zwei Beispielen.
00:23:05: Der Mental Load ist nicht eine Familie gebunden sondern auch hier wieder mental load es an Verantwortung gebunden.
00:23:14: und jetzt kommen wir nochmal zu dem was du ganz konkret mitnehmen kannst.
00:23:18: und ich sage dir jetzt auch direkt was nicht funktioniert?
00:23:23: Ich sag dir jetzt nicht setzte deine Grenzen, sage nein!
00:23:25: Nein, das funktioniert nicht.
00:23:27: Das klingt einfach, das ist aber nicht weil Mental Load ist oft kein Problem der Entscheidungen, sondern ein Problem der Sichtbarkeit.
00:23:34: So und etwas das unsichtbar ist – es kannst du nicht verhandeln!
00:23:37: Da kannst du keine Grenzen setzen, das funktioniert halt nicht.
00:23:39: Aus dem Grund gibt es andere Strategien wie Du und Andere meinten muss, wie Du vielleicht zukünftig ein bisschen anders wenn du merkst da ist viel mental load mit dem umgehen kann, umgehen kannst.
00:23:51: also Das erste ist mach mal das unsichtsbare sichtbar.
00:23:55: Schreib einfach mal alles auf was da so in deinem Kopf ist.
00:23:59: Das ist eine wunderbare Strategie.
00:24:01: Ich mache das für die Arbeit, mache ich das tatsächlich jeden Freitag und jeden Montag alle Dinge aufschreiben und es ist keine To-do Liste sondern es ist wenn man so möchte wie so ein Brain Dumb also wo man einfach alles aufschreibt was im Kopf ist und es tut wahnsinnig gut!
00:24:19: Ich habe tatsächlich auch bei mir neben meinem oder auf meinem Nachttisch einen Notizbuch immer liegen mit einem Stift Und auch da, wenn ich abends manchmal im Bett lege.
00:24:28: Vielleicht kennst du das?
00:24:28: Da kommen manchmal so Gedanken und die sind dann so da!
00:24:31: Und manchmal sind es auch echt gute Gedanken und dann will man sie festhalten... ...und dann habe ich die Möglichkeit, sie festzuhalten.
00:24:36: Denn Fakt ist wirklich was aus meinem Arbeit gedacht raus ist, ist gut.
00:24:41: Und dann kann man auch besser schlafen.
00:24:43: Also das ist einfach Schreib alles darauf nicht was du tust sondern vielleicht was Du auch gerade managed was Du noch antizipierst was Du koordinierst ne was du unblickbar hältst, nicht nur für dich sondern auch für andere und schau mal wie das für dich ist.
00:25:00: Und da werden einfach Slots in deinem Arbeitsgedächtnis frei und es kann gut sein dass du dich danach ein bisschen leichter fühlst als vorher.
00:25:09: Der zweite Mindmove der war für mich auch nochmal sehr ausschlaggebend und ich versuche das aber bin immer noch nicht gut darin.
00:25:17: und gleichzeitig macht das so viel Sinn und er hat echt meine Sichtweise auch nochmal auf dieses ganze Thema verändert.
00:25:24: Viele Menschen mit einem hohen Mental-Load delegieren irgendwann.
00:25:27: Wenn Sie auch sagen, es ist mir gerade zu viel übernimmt du das nur.
00:25:31: die delegieren oft nicht optimal oder vielleicht sogar falsch denn Die sagen uns zum Beispiel kannst du bitte Montag den Arzt anrufen?
00:25:40: Oder Kannst du bitte einkaufen gehen diese Woche oder Kannst Du bitte bis Freitag die Präsentation fertig machen?
00:25:46: Das sind Aufgaben.
00:25:48: Aber die Verantwortung Dass erinnern dass nachhalten und kontrollieren ob das geklappt hat Das liegt weiterhin bei Ihnen.
00:25:54: Ich weiß da genau, wovon ich
00:25:56: spreche.".
00:25:57: Wir haben das auch schon mal versucht bei uns zu Hause in der Familie, die sich auch gesagt habe so hey okay, ich übergebe dir jetzt die Verantwortung fürs Einkaufen!
00:26:04: Ich hab aber nur die Tat übergeben und nicht was dazu gehört übergeben.
00:26:08: Es hat für mich tatsächlich keinen Unterschied gemacht ob ich eingerufen gegangen bin oder mein Mann weil ich trotzdem diejenige war, die antizipiert hat, die die Dinger aufgeschrieben hat ,die die Liste gemacht hat hat für mich dann auch nicht mehr den großen Unterschied gemacht.
00:26:25: Denn ich habe nicht die Verantwortung dafür übergeben, sondern nur die Aufgabe.
00:26:32: und wenn ich was komplett übergebe, wenn ich dem Mental-Load loswerden möchte, dann muss ich die komplette Verantwortung dazu übergeben.
00:26:40: Dann frage ich nicht nach, denn erinner ich nicht, dann antizipiere ich nicht.
00:26:43: Sondern man gehört das der anderen Person.
00:26:47: Und es fühlt sich echt komisch an, weil wir haben uns ja so dran gewöhnt!
00:26:52: Unser Gehirn hat sich ja auch so dran gewöhnt.
00:26:54: Das Gehirnen geht sofort in diesen Kontrollmodus, was diese Aufgaben dann angeht.
00:26:59: Also Verantwortung abzugeben ist da wahnsinnig schwer, weil wir uns so daran gewohnt haben.
00:27:03: nur genau darin liegt dieser Mein Mo.
00:27:07: Dieses Loslassen bedeutet nicht Versagen oder weniger oder sonstwas sondern das ist am Ende des Einzige, was den Arbeitsgedächtnis halt wirklich entlastet.
00:27:17: also dieses Loslassen von Verantwortung und nicht von der Aufgabe.
00:27:22: Und damit geht auch ein Her, dass man akzeptieren muss in dem Fall nicht nur darf sondern wirklich muss das Dinge dann auch mal anders gemacht werden als man selber gemacht hätte.
00:27:33: und das ist zum Beispiel was.
00:27:34: das fällt mir persönlich noch schwer und gleichzeitig merke ich aber auch wenn ich diese Verantwortung ob das im privaten oder am Job es genauso abgebe, dass es mir wirklich an den Stellen wo ich das sehr bewusst mache einfach besser geht.
00:27:55: Sprich darüber, was dich beschäftigt.
00:27:56: Was die Dinge sind im beruflichen Kontext eben benenne konkret die Dinge, die einfach viel sind und was du trägst also da wo du kannst.
00:28:06: schafft eine Transparenz, schafft ne andere Gesprächskultur.
00:28:10: normalisiere dieses Thema denn wir haben das alle.
00:28:13: Also mach diese Systeme auch verhandelbar und ermöglichen dann eben auch deinem Team oder deinem Kollegen genau das gleiche zu tun.
00:28:19: Und im privaten Kontext bedeutet das auch Gespräch über Mental Load-Führung, bevor die Erschöpfung, die man vielleicht spürt zur Krise wird.
00:28:28: Idealerweise spricht man auch darüber nicht, wenn man eben gerade irgendwie schon überlastet ist und in so einem Wutausbruch ist oder sensibel reagiert, sondern hat sich vorher überlegt, okay was sind Verantwortungen, die halt der eine oder andere abheben bzw.
00:28:41: übernehmen kann?
00:28:42: Das sind natürlich manchmal Gespräche die sich nicht so leicht anfangen und, das kann ich dir versprechen.
00:28:48: Das sind Gespräche, die sich wirklich lohnen werden und die langfristig eben was verändern.
00:28:53: Denn Mental Load der nicht gesehen wird, der kann auch nicht geteilt werden.
00:28:56: Und Mental Load, den nicht geteiligt wird, frisst früher oder später die Person auf, die ihn alleine trägt.
00:29:05: Mental Load ist eines dieser Themen mit denen die meisten Menschen nicken wenn sie davon hören – ja kenne ich, hier habe ich schon gehört, oh Gott liest man ja überall!
00:29:12: Ja?
00:29:13: Vielleicht auch herklingt nach mir und kenn ich Und dann gehen sie aber weiter.
00:29:17: Dann wies man das vielleicht auch, man unterhält sich mehr drüber und es wird aber in den seltensten Fällen wirklich so ernst genommen.
00:29:26: Das ist eben was wo ich sage hey da dürfen wir ein bisschen genauer hingucken denn das Leben wartet nicht.
00:29:34: Es geht weiter.
00:29:35: Es wartet nichts darauf dass wir irgendwann auf den Trichter kommen dass das etwas ist wo wir uns vielleicht mit beschäftigen dürfen Denn die Neuropsychologie zeigt einfach und das nehme ich einfach sehr ernst Das Gehirn passt sich einfach an, das normalisiert sich.
00:29:47: Das funktioniert so lange bis es irgendwann wirklich nicht mehr kann.
00:29:51: und der Punkt, an dem das Gehirr nicht mehr kannt, er kommt selten mit einer Vorankündigung sondern er kommt genau meistens dann in den Augenblicken wenn du es so wirklich gar nicht gebrauchen kannst.
00:30:01: Und mich persönlich beschäftigt bei diesem Thema wie oft ich Menschen begegne die superintelligenz sind, die fürsorglich sind, mega kompetenz sind Die sich selber aber zu aller Letzt auf diese Liste setzen Und die tragen dann den Load und schauen erst, dass es allen anderen gut geht bevor sie auf sich selber gucken.
00:30:21: Da würde ich dir gerne noch mal diese Flugzeugmetapher auch mitgeben.
00:30:25: Wenn du schon mal im Flugzeug geflogen bist, kommt irgendwann so eine Durchsage von wegen Ja in Fall das der Kabinendruck abfällt, da fallen also Sauerstoffmasken aus der Decke raus.
00:30:36: Bitte ziehen Sie sich zuerst selber die Sauerstoffsmaske an, bevor andere dabei helfen.
00:30:43: Das ist genau so wenn es um Entenloat geht!
00:30:46: Wenn du merkst, es ist zu viel, sorg dich um dich selber.
00:30:49: Denn nur wenn du selber gut bei dir bist, dann kannst du auch einfach gut bei anderen sein.
00:30:55: und sei da einfach nett zu dir.
00:30:57: oder sei mindestens genauso nett zu Dir und führe sorglich zu dir selbst wie Du's auch zur Anderen bist.
00:31:03: Und du kannst eben nur wirklich dann für andere da sein, wenn du auch für Dich da bist.
00:31:07: Das ist schlichtweg Neurobiologie!
00:31:11: Ich hoffe, du konntest heute wieder etwas für dich mitnehmen.
00:31:14: Ich freue mich wenn Du mir erzählst was Dich vielleicht an dieser Folge oder was Dir besonders gut gefallen hat und was Du vielleicht zukünftig wofür Du ein bisschen mehr Platz in Deinem Gehirn räumen willst.
00:31:27: Ich freu mich dass Du mit dabei warst bis zum nächsten Mal.
00:31:29: Mach's gut!
00:31:30: Und hab noch eine wundervolle Woche.
00:31:34: Vielen Dank das Du heute bei The Brain Behinder beibarsst.
00:31:37: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere super gerne im Podcast oder teil ihn mit jemandem der vielleicht auch davon profitieren könnte.
00:31:44: Wenn du ein bisschen tiefer einsteigen willst findest du in den Show Notes noch einen Link.
00:31:48: da findest Du weitere Informationen, Masterclasses und Dokumente für dich zum Runzerladen und selbst weiterarbeiten!
00:31:55: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
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