Episode 30: Die kurze Zündschnur
Shownotes
In dieser Folge
Jeder kennt das. Entweder an sich selbst oder an anderen: jemanden, bei dem die Zündschnur gerade sehr kurz ist. Ein Meeting, eine schroffe Antwort, ein Moment – und plötzlich ist die Stimmung kipp. Meistens folgt Erklärung: „Der hat gerade viel um die Ohren." Manchmal folgt Rechtfertigung. Selten folgt das, was eigentlich hilfreich wäre: Verstehen, was da neurobiologisch gerade passiert ist. In dieser Folge nimmt Anne eine Redewendung auseinander, die wir alle kennen – und zeigt, was dahintersteckt. Warum das Gehirn in Momenten der Reizbarkeit buchstäblich offline geht. Warum chronischer Stress diese Schwelle dauerhaft verändert. Und warum das vor allem für Menschen relevant ist, die viel tragen – in Führungsrollen, in Transformation, im Alltag zwischen Kontrollanspruch und Kontrollverlust. Wissenschaftliche Grundlagen dieser Folge
Joseph E. LeDoux – Low Road / High Road LeDoux, J. E. (1996). The Emotional Brain: The mysterious underpinnings of emotional life.
Simon & Schuster. LeDoux, J. E. (2000). Emotion circuits in the brain. Annual Review of Neuroscience, 23(1), 155–184. → https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev.neuro.23.1.155
Daniel Goleman – Amygdala Hijack Goleman, D. (1995). Emotional Intelligence: Why it can matter more than IQ. Bantam Books.
Amygdala Hijack – aktuelle Forschung (2024) Researchgate.net (2024). Amygdala Hijack: Contemporary Insights into Causes, Correlates and Consequences. Volume 7, Issue 3, 2024 (pp. 102–111) → https://www.researchgate.net/publication/386372480
Amy Arnsten – Stress und präfrontaler Kortex Arnsten, A. F. T. (2009). Stress signalling pathways that impair prefrontal cortex structure and function. Nature Reviews Neuroscience, 10, 410–422. → https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC2907136/
Woo, E., Sansing, L. H., Arnsten, A. F. T., & Datta, D. (2021). Chronic Stress Weakens Connectivity in the Prefrontal Cortex: Architectural and Molecular Changes. Chronic Stress, 5. → https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8408896/
Schlafmangel und Amygdala-Reaktivität Krause, A. J. et al. (2017). The Sleep-Deprived Human Brain. Nature Reviews Neuroscience, 18, 404–418. → (via Spektrum der Wissenschaft: https://www.spektrum.de/news/was-bei-schlafmangel-im-gehirn-passiert/1560834))
Reizbarkeit und frontale Regulation Naim, R. et al. (2022). Context-dependent amygdala–prefrontal connectivity during the dot-probe task varies by irritability and attention bias to angry faces. Neuropsychopharmacology. → https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9630440/
Wut und Schwellensenkung Wissenschaftswelle.de (2025). Wut im Gehirn: Wenn eine Basisemotion zur Hochspannung wird. → https://www.wissenschaftswelle.de/post/wut-im-gehirn-wenn-eine-basisemotion-zur-hochspannung-wird
Transkript anzeigen
00:00:06: Willkommen bei The Brain Behind, deinem Podcast für gehörngerechte Kommunikationen, mentale Klarheit und smarte Moves im echten Leben.
00:00:21: Mein Name ist Anne, Gründerin der Change- und Kommunikationsberatung Constant Change, Creator von the Narlow Groove und host dieses Podcasts.
00:00:29: Hier bekommst du wissenschaftliche Impulse für ein leichter Umgang mit Druck und Stress und die Message, dass Du mit Deiner Herausforderung alleine bist!
00:00:41: Vielen Dank fürs Reinhören Und viel Spaß mit dieser Episode.
00:00:52: Beginnen wir heute mal mit einer Situation, die du wahrscheinlich schonmal erwartet hast – vielleicht warst du selber schon mal drin?
00:00:59: – und zwar, du sitzt in eine Besprechung an einem Meeting und jemand sagt was ein Satz mit einem gewissen Tonfall, leicht ist es auch nur eine Formulierung und kann auch einfach nur einen Blick sein!
00:01:12: Du spürst wie irgendwas in dir hochkommt, wie da eine Wärme hochsteigt, da kommt ne Enge in die Brust und deine Atmung wird flacher.
00:01:20: Und bevor du auch nur ein einzigen Gedanke fest konntest, hast du bereits geantwortet?
00:01:26: Vielleicht ein bisschen schärfer als verabsichtigt, vielleicht ein bisschen lauter als nötig, vielleicht kam da auch irgendwie Tränen mit die sich nicht mehr unterdrücken wieseln – all das kann sein!
00:01:38: Und dann zehn Minuten später sitzt du da und denkst so, warum habe ich das eigentlich so gesagt?
00:01:42: oder warum hat die Person das jetzt gerade eigentlich so
00:01:45: gesagt?!
00:01:46: Vielleicht kennst du das auch von jemand anderen.
00:01:48: Eine Person, die bei dir im Raum ist vielleicht deine Partnerin oder auch bei Kindern, irgendwer der oder die plötzlich explodiert.
00:01:58: Ein Kollege, der auf eine ganz normale Bitte reagiert als wärs der schlimmste Angriff seines Lebens und jemanden bei denen alle im Raum auf Zehenspitzen gehen weil niemand so weiß was heute eigentlich wieder so zündet!
00:02:11: Und dann sagt man umgangssprachlich auch ein schwach häufiger mal Der oder die hat aber eine kurze Zündschuhe.
00:02:20: Und meistens bleibt's auch dabei als so ne Charakterisierung, wo derjenige ist halt einfach so oder diejenige isst halt einfach.
00:02:27: also als Warnung auch und als vielleicht sogar so ne Stimme übereinkommt im Team- oder auch im Freundeskreis mit der man eben einfach so umgeht und die einfach so dastehen bleibt.
00:02:38: Was aber dabei oft zu kurz kommt, ist eigentlich mal zu fragen warum passiert das denn gerade?
00:02:45: Und was passiert eigentlich, war denn diesen Gehirn genau in diesem Moment, in dem die Sicherung durchbrennt?
00:02:51: Wo die Zündschnur halt einfach mal wieder zu kurz waren.
00:02:54: Vielleicht auch noch eine wichtigere Frage!
00:02:57: So was steckt dann eigentlich dahinter wenn jemand generell einer kurze Zündsnur hat?
00:03:05: Hi und herzlich willkommen bei The Brain Behind – ich bin Anna und ich freue mich, dass du auch heute wieder mit dabei ist.
00:03:12: In dieser Folge nehmen wir mal eine Redewendung auseinander beziehungsweise, wir betreffen sie einfach mal aus einer anderen Perspektive und zwar eine die wir alle kennen Und wir schauen eben gemeinsam was die Neurowissenschaft dazu wirklich zu sagen hat.
00:03:26: Denn ich kann dir versprechen Die Antwort ist überraschender als du denkst und sie verändert vielleicht auch ein bisschen wie Du auf dieses Verhalten schaust allem bei anderen und aber eben auch, dass du noch mal bei dir selber schaust wie es ist.
00:03:42: Dieser Podcast ist für Menschen die viel tragen, die mit Veränderungen umgehen müssen und die Dinge wirklich verstehen wollen.
00:03:48: Und der ist vor allem auch für alle, die Lust darauf haben, Dinge fürs Leben zu lernen, die bislang in der Schule noch keinen Platz finden.
00:03:57: Fangen wir jetzt erstmal mit diesem Moment selber an.
00:04:01: Man könnte auch sagen, die Biologie des Ausrastens – so darf man das auch bezeichnen!
00:04:05: Also mit diesen einen Bruchteilen einer Sekunde in dem aus Ruhr eine plötzliche Reaktion wird.
00:04:13: Was dabei im Gehirn passiert, das ist ziemlich gut erforscht und den Mann, den wir dieses Modell zu verdanken haben, den habt ihr auch schon öfter mal hier in diesem Podcast gehört?
00:04:22: Das ist der Joseph Le Dung und das ist ein amerikanischer Neurowissenschaftler und er hat sich eben jahrzehntelang mit der spezifischen Frage beschäftigt wie erkennt das Gehirne eigentlich Bedrohungen was er die zwei Wege nennen, zwar einmal die Low Road und die High Road.
00:04:41: Also einmal die tiefe Straße und einmal die hohe Straße.
00:04:45: Die tiefe Straß also die low road ist das, was passiert es wenn du schon reagierst bevor du weißt worauf?
00:04:52: Also hier ist es.
00:04:54: wie funktioniert.
00:04:55: ein Reiz kommt rein Das ist ein Bild Ein Wort ein Tonfall irgendwas Und dieser Reiz geht zunächst über den Talamus.
00:05:02: Das ist so eine Art Verteilerstation im Gehirn.
00:05:06: Entweder geht die Information weiter in den Cortex, also der Teil des Gehirns sehr denkt abwägt und den Kontext verarbeitet.
00:05:13: Das ist dann die High Road, die es langsamer gibt genauer, die ist bügern.
00:05:19: oder jetzt kommen wir zur Low-Road.
00:05:22: Sie geht direkt zu ermögterlar Und das dauert ungefähr zwölf bis fünfundzwanzig Millikunden und so schnell dass das Bewusstsein als der Cortex buchstäblich noch schläft wenn die Reaktion eigentlich schon läuft Und die ermögterler ist da, wenn nicht die Struktur die entscheidet.
00:05:39: So ich bin jetzt Wüten sondern sie isst die Strukturen die entscheidet hier könnte eine Gefahr sein und die dann unser System hochwert also Stressormone ausschütte.
00:05:50: der Herzschlag wird schneller Die Muskelschlanung steigt an bevor unser Cortex also der der nachdenkt Der der bewusstes überhaupt mitbekommen hat was da eigentlich los ist.
00:06:04: Le Du hat das mal so beschrieben, er hat gesagt du springst zurück bevor du weißt dass es gar keine Schlange ist sondern nur der Gartenschlauch.
00:06:13: Also die Ernugterler arbeitet mit einem sehr groben mit einem schnellen Bild.
00:06:17: sie fragt sichtweise so ja sieht das irgendwie oder könnte das irgendwie eine Gefahr sein?
00:06:21: und wenn ja sofort alarm?
00:06:23: Und du hattest das bestimmt auch schon mal dass du dich wahnsinnig vor irgendwas erschrocken hast sondern guckst du zum zweiten Mal hin dann war's irgendwie ne Fliege an der Wand oder irgendetwas anderes.
00:06:31: also Ich glaube, die Situation kennen wir alle und das beschreibt halt wunderbar diese Low Road auf der wir eigentlich immer reagieren.
00:06:39: Und der Cortex kommt dahinterher, der kommt millisekundenversetzt hinterher... ...und in sehr ruhigen sicheren Momenten schabt.
00:06:46: er ist die erste Reaktion von unserer Amygdala, die da ausgelöst wird wieder einzubremsen.
00:06:52: Das ist Daniel Goldman, der Mann hat den Begriff amygdalar hijack geprägt.
00:06:59: Das ist das, was eben den vernünftigeren Teil nannte.
00:07:02: Der einschreitet wenn er kann.
00:07:05: Das Entscheidende dabei ist in unserer Cortex, der kommt dazu Wenn Er Kann.
00:07:13: Jetzt ist die Frage Warum kann dieser vernünftig bewusste nachdenkende Teil denn manchmal nicht?
00:07:23: Das ist dass, weil wir als eine kurze Zündschnur erleben bei uns selbst oder auch bei anderen Und diese kurze Zündschnur ist in der Regel kein Charaktermerkmal.
00:07:34: Ich beobachte das echt häufig, dass Menschen sofort Charaktereigenschaften zugeschrieben werden.
00:07:39: So ja, er hat generell einfach eine kurze Zwendschnur oder der-oder die isst einfach so und so.
00:07:44: Das ist tatsächlich gerade wenn ein kurzer Zündsschnur In den meisten Fällen nicht der Fall Denn eine Kurze Zwendenschnur Ist erst mal Ein Systemzustand.
00:07:54: Das ist erstmal Neurobiologie.
00:07:55: Also Lass uns das nochmal anschauen auf der wissenschaftlichen Basis, was da eigentlich passiert.
00:08:02: Wieder eine Neurowissenschaftlerin von der Yale Medical School, die Amy Einzel hat jahrelang untersucht, was chronischer Stress mit unserem Gehirn macht und ihre Profunde sind sehr bemerkenswert und sehr klar.
00:08:16: Und ich habe mich zum ersten Mal mit denen auseinandergesetzt und das hat auch noch mal meine Perspektive über dieses ganze Thema ein bisschen verändert oder geschärft würde ich eher sagen denn... Wer auch schon vorher wussten ist, dass uns auf einem Stress schaltet sich der Präfrontelle Cortex.
00:08:33: Also den Bereich, der ja Mückterler reguliert, der schaltet es sich buchstäblich ab.
00:08:38: Buchstieblich schaltet er sich ab und wenn wir unter anhaltendem Druck stehen dann werden bei uns in dem präfrontalen Cortex Kaliumkanäle geöffnet die die Verbindungen zwischen unseren Neuronen schlechen.
00:08:52: das heißt diese Netzwerke, die feuern schlechter also werden Informationen auch schlechter übertragen.
00:08:58: Das heißt, dass unsere Impulskontrolle abnimmt.
00:09:01: Und das passiert so schnell!
00:09:03: Es passiert nicht näher Wochen sondern es passiert halt schon in Minuten.
00:09:08: Das bedeutet also schon mäßiger unkontrollierbarer Stressrecht aus – also das hat eins neben rausgefunden – um die kognitiven Funktionen des preffentellen Cortex spürbar zu beeinträchtigen.
00:09:21: und wenn das jetzt über längere Zeit anhält Also wenn jemand nicht nur einmal kurz austrastet, sondern vielleicht generell sehr leicht reizt da ist.
00:09:30: Dann passiert was noch tiefgreifenderes und das finde ich besonders faszinierend – die Architektur des Gehirns verändert sich!
00:09:38: Und chronischer Stress führt dazu dass die Dendriteln im greffenteiligen Cortex-Schrumpfen, also die Dandriten sind die Verbindungen, die das Ration eine Denken oder die Emotionsregulation tragen so... Das heißt, diese Vendriten, die schrumpfen gleichzeitig wegs die Ermückterler.
00:10:00: Das bedeutet also dass Verbindungen für unser rationales Denkel und Emotionsregulation schlechter werden und unsere Reaktionen – Die Ermügterler, also unsere Kurzschlussreaktion könnte man sagen oder die kurze Zündschnur – die wächst gleichzeitig bzw.
00:10:17: die wird einfach noch aufmerksam.
00:10:21: Diese, sag ich mal wachsende Amygdala hat dann einen größeren Einflussbereit und diese Reaktionsschwähle wird niedriger.
00:10:30: Also das bedeutet der Dauerhaft unter Druck steht, der hat neurobiologisch gesehen wirklich eine kürzere Zogschuhe!
00:10:37: Und es ist keine Schwächse der Persönlichkeit oder eine Charaktereigenschaft sondern das ist einfach ein Gehirn im Dauerstress-Modus.
00:10:45: Und jetzt für all die, die mit Menschen vielleicht in Führungsrollen arbeiten.
00:10:49: Die in Transformationsprozessen drin sind oder die begleiten.
00:10:53: Die Teams durch Überlastungsphasen führen, die neuen Job eingefangen haben – was auch immer!
00:10:58: Da wird einem klar, warum das da so relevant ist.
00:11:01: Denn wenn jemand im Team oder an der Stütze von irgendeinem System – und es kann auch Familie sein oder Freundeskreis sein – dauerhaft reizbar ist und dauerhaft gereizt ist und man eben solche Dinge sagt wie so hoch….
00:11:13: oder die hat aber eine kürze Zinschnur, dann ist das in den allermeisten Fällen echt ein Signal dass da drunter irgendwas noch liegt.
00:11:23: Das ist kein rechter Urteil, das ist an dem Sinne keine Persönlichkeits-Eigenschaft sondern erst mal ein rein neurobiologisches Signal wenn jemand eine kurze Zimtschnur hat.
00:11:38: Was sind denn so Größen, die unsere Zimmschnur schrumpfen lassen, für die unsere zimtschneure verkürzen?
00:11:47: Es gibt ein paar Faktoren, die diese Reizschwände eben sehr zuverlässig senkeln.
00:11:54: Und wenn man sie kennt und sich das bewusst macht, dann macht es vielleicht die eine oder andere Sache ein bisschen klarer.
00:12:02: Das erste ist Schlafmangel.
00:12:04: Hier gibt es sehr klare Forschungen.
00:12:07: Wenn wir zu wenig schlafen, reagiert die Amygdana überproportional auf negative Reize.
00:12:12: Gleichzeitig schwägt sie die Verbindung zwischen amygdala and retentine cortex ab.
00:12:17: Genau die Verbindung, die normalerweise brennst einordnet, hindert dass wir eskalieren.
00:12:23: Wir eskalierend unter Schlafmangel also deutlich mehr!
00:12:29: Und eine Studie, die Zwei-Sitzen im Nature Review and Neuroscience erschienen ist – hat das auch nochmal Bain drücklich beschrieben – Schlafmange führt zu einer Art funktioneller Entkopplung zwischen unserer amygdalen und unserem präventilen Cortex.
00:12:43: Der Cortex verliert die Kontrolle über die emotionale Reaktion Und negative Reize werden sogar bevorzugt verarbeitet.
00:12:51: Alles wirkt bedrohlicher, alles wirkt dringlicher und die Schwelle sinkt!
00:12:56: Ich hätte so eine Situation jetzt erst am Wochenende – ich hab mich sehr darin wiedergefahren – ich habe eine Nacht am Wochenend kaum geschlafen, wenn ein Protokter leider sehr hohes Fieber hatte und ich hab wahrscheinlich ganz hochgekommen, ne Stunde irgendwie sowas um mal rumgestafen.
00:13:12: Ich war sehr gereizt.
00:13:13: Wir hatten dann eine Autofahrt vor uns und unsere Tochter hat es super gemacht, wir kamen wirklich ein Kilometer von unserer Wohnung an und konnten aber nicht in die Straße fahren wie zu unserer Wohnung wird weil da ein Straßenfest war.
00:13:29: Und dieses Straßenfest zog sich nicht nur einen kleinen Abschnitt sondern vier Kilometern was als Resultat hatte dass wir glaube ungefähr thirty-fünfzehn Minuten nochmal extra im Auto fahren und warten mussten, bis wir die Tiefberage zur Umruhrwohnung fahren konnten.
00:13:48: Das ist in dem Sinne jetzt kein Weltuntergang!
00:13:51: Bemiss in diesem Augenblick war es das.
00:13:54: Als der – man muss auch sagen wirklich sehr freundliche Polizistis zu uns sagte dass wir eben nicht hier langfahren können und wie eben nicht in den taunen Metern an unserer Wohnung sind bin ich tatsächlich Eskaliert mich in dem Sinne, dass ich den angeschrien habe.
00:14:09: Sondern das sind Fällen geflossen, hyperventiliert und ich wollte einfach nur nach Hause und es war für mich das Allerschlimmste was in diesem Augenblick passieren konnte.
00:14:20: Und das verheilt tatsächlich auch sehr viel mit diesem Schlafmangel zu tun!
00:14:25: Also vielleicht kennst du das auch?
00:14:27: Der Tag nach einer schlechten Nacht an dem der falsche Satz im falschen Moment wirklich völlig ausbreit um dich komplett aus der Bahn zu werden.
00:14:37: Es ist keine Charaktereigenschaft, sondern es ist reine Neurobiologie die in dem Augenblick passiert.
00:14:44: Die zweite Größe ist das Gefühl der Unkontrollierbarkeit und das ist vielleicht das Zitilster und gleichzeitig auch eines der wirkungsstärksten Faktoren.
00:14:55: Die Amy Einsten hat auch da wieder an ihre Forschungsarbeiten gezeigt, dass es eben nicht der Stress per se den Präfrontalen Cortex Offline schickt, sondern Ich habe keinen Einfluss.
00:15:08: Das passiert mir, außerdem ist das passiert immer nur mir und es passiert immer noch uns und ich kann nichts tun!
00:15:14: Ich bin
00:15:14: machtlos!".
00:15:15: Und das ist das was auch ich beobachte, dass viele Menschen in langen Restrukturierungs- oder Transformationsprozessen einfach erleben.
00:15:25: Das ist nicht die Veränderung selbst, die das Problem ist sondern das Gefühl, dass man über nicht mehr entscheiden kann.
00:15:31: Alles von außen kommt und dass man nur noch funktioniert, aber nicht mitgestalten darf.
00:15:36: Und das man auch nicht als Teil davon gesehen wird.
00:15:39: Die drittschere Größe ist die Dauerüberlastung.
00:15:43: Hier wird es vielleicht am direktesten.
00:15:45: Wut, Reizbarkeit, emotionale Überreaktion – all das ist laut neurowissenschaftlicher Forschung oft nicht das primäre Problem sondern es ist vielmehr ein Symptom und ein Indikator eben für innere Überlastung, die eben dem Kontext geschuldet ist.
00:16:04: Also die Amygdala-Prüfter permanent bin ich hier sicher, habe ich Ressourcen?
00:16:07: Kann ich das leisten?
00:16:08: Werde ich gesehen?
00:16:09: Bin ich relevant?
00:16:11: Bekomme mich Anerkennung, Wertschätzung, Feedback usw.
00:16:14: Und wenn diese Fragen über eine lange Zeit unbeantwortet bleiben, wenn jemand also dauerhaft zu viel trägt oder zu viel Verantwortung hat, viel zu tun halt auch Mental Load spielt wie ne richtige Rolle... Wenn ihr das Gefühl hätt' nicht gehört zu werden, dann singt die Reitschwelle weiter und weiter.
00:16:31: Und da ist eben diese kurze Zündschnur auch wieder nur ein Signal für etwas.
00:16:38: Und zwar... Da ist irgendwas leer!
00:16:41: Da ist der Tank leer, da kann jemand eben nicht mehr oder da sind die Dinge, die einfach da sind, ein bisschen zu viel.
00:16:50: Das Türkische ist in diesem Zustand merken, dass sie getroffenen hat – zum letzten Mal, dass die Hirn im Dauer-Stress-Modus auch die Fehligkeit zur Selbstwahrnehmung beeinträchtigt.
00:17:01: Und das war für mich persönlich tatsächlich auch noch mal so Stand zu sehen oder zu lesen hier in dem Fall, in der Studie, dass man sich selber gar nicht mehr so wahrnehmen kann wenn man so im Dauerstress ist und unter Dauerüberlastung arbeitet.
00:17:17: Man reagiert, man restfertigt, man zieht sich zurück oder man eskaliert Aber man sieht sich selbst kaum noch vom Außen.
00:17:25: Also diese Fähigkeit, dieser Flieger an der Wandpastik, die wir anzunehmen mit der Ikencrest ist immer so schön zu sagen.
00:17:32: Die wird auch eben reduziert und vielleicht kennt ihr das auch von euch, wenn ich Propasen der Dauerbelastung habe oder des Tauerstresses natürlich auch mal vorkommen dann muss ich selber drüber nachdenken und sagen, spannend?
00:17:49: Ich sage dann auch immer ja nee... Geht halt jetzt einfach nicht anders, das ist jetzt einfach so.
00:17:54: Und habe eben diese Fähigkeiten dann auch nicht mehr selber gut
00:17:59: reflektieren.".
00:18:02: Was bedeutet all das jetzt für Führung und Systeme auch im Allgemeinen?
00:18:08: Also einmal Arbeit aber natürlich auch bei Alltag, Familie, Freunde usw.
00:18:13: Ich arbeite sehr viel mit Menschen mit Vielverantwortung teilweise mit sehr viel Verantwortung.
00:18:19: im Geschäftsleitung sind und das Teamleiter sind, ob das Eltern sind die auch Verantwortung eben für Familien haben.
00:18:29: Und es sind immer Kontekste in der Regel also gerade dann auch in Firmen, so Transformationen, Prozesse-Restrukturierungen, in denen viel auf dem Spiel steht und in denen gleichzeitig sehr viel erwartet wird.
00:18:42: Wo das Begegnet immer wieder so einer stillen Übereinkunft den vielen System herrscht.
00:18:48: Reizbarkeit von Führungspfeften ist ein persönliches Problem der jeweiligen Person.
00:18:53: Etwas, das man irgendwie erzdeckt, etwas worüber man vielleicht auch Lust hat oder warum man dann deren Person vielleicht meinen Coach an die Seite stellt oder so... Aber irgendwas, was die Person auf jeden Fall selbst irgendwie managen soll!
00:19:06: Was ich nach allem, was wir heute besprochen haben da ihr noch mal unterstreichen möchte, ist dass das einfach zu kurz greift.
00:19:14: den ersten.
00:19:15: Dauerhaft Vorreizbarkeit bei einer Person, besonders in Führungsposition oder in Position mit der Verantwortung ist ein Signal.
00:19:23: Und es lohnt sich immer dieses Signal sehr ernst zu nehmen.
00:19:26: Was trägt diese Person gerade?
00:19:28: Was hat sie im Gefühl von Kontrolle?
00:19:30: Was bekommt sie an Rückmeldungen und Anerkennung?
00:19:33: An ehrlichem Feedback?
00:19:34: also wirklich was ist die Situation dieser Person?
00:19:37: Und Zweiten, Systeme, in denen chronischer Druck herrscht, in dem Schlafmangel als Taktverkehr verkleidet wird wo Überlastung normalisiert ist und auch da, wo Menschen so dauerhaft das Gefühl haben ich habe keinen Einfluss.
00:19:51: Solche Systeme produzieren in diesem Sinne kurze Zündschnur.
00:19:56: Das ist die Regel.
00:19:58: Also das ist das was halt da passiert.
00:20:00: also deswegen wenn ein System eben auf so einen wirklich mal Verhalten auch fördert von den Personen dann ist es am Ende auch so ein Stück weit selber dafür verantwortlich dass es eben solche zum Schnurreaktion im System auch gibt.
00:20:14: Das uns einfach zeigt, das ist Neurobiologie.
00:20:18: und drittens ist es wichtig.
00:20:19: die Frage wie gehen wir mit diesen Verhalten um?
00:20:23: Ist eine andere als die Frage was ist der Kontext in dem dieses Verhalten entsteht?
00:20:31: beide Fragen sind sehr berechtigt aber wenn man nur die erste stellt dann landet man Immerweise Sachen wie Konfliktgestrichen, wir brauchen Equalitionsmanagement.
00:20:41: Wir brauchen Trainings für die Mitarbeitenden und Coachingmaßnahmen usw.
00:20:45: Das löst aber nicht das Problem sondern es behandelt nur das Symptom.
00:20:49: Also deswegen gerade die Frage was ist der Kontext in dem dieses Verhalten entsteht?
00:20:55: Kann entscheidend sein für den weiteren Verlauf und vor allem auch für den Volk von Transformation- und Restrukturierungsprozessen und insgesamt für Veränderungsprozesse.
00:21:06: Ich sage weil ich das sehr oft erliebe, dass ein System jemanden zum Problem erklärt.
00:21:11: Weil er oder sie vielleicht jetzt erst mal das sichtbarste Signal ist während der eigentliche Kontext, die diese Reaktivität am Ende erzeugt unsichtbar bleibt und unangetastet bleibt.
00:21:24: Und das ist einfach eine Einladung genauer hinzuschauen wenn man Probleme auf Menschen, sag' ich mal aktuellst – Das kann mal sein!
00:21:32: Man darf aber auch immer gucken was ist denn der Kontext in dem wir uns hier gerade durchfinden.
00:21:39: Also jetzt hier bei dem Thema irgendwie zehn Tipps mitgeben oder so, das wäre zu einfach und es würde auch diesen Thema nicht gerecht werden.
00:21:46: Das ist eher als angefangener Pizza recherchieren nämlich festgestellt wie komplex es eigentlich ist und dass hier ist mein ja mein Versuch das möglichst auf den Punkt gebracht einmal euch hin mitzugeben.
00:21:57: aber es gibt ein paar Dinge die die Forschung sehr klar sagt und die ich für sehr relevant halte und das erste ist unser präfrontaler Cortex braucht Zeit.
00:22:07: Die Low-Route der Ermückter Nah ist Millisekunden.
00:22:11: Die High-Rode, also die rationale Einordnung in den Kontexteinordnungen so das Bremsen dafür braucht es mehr Zeit und das hat eine sehr konkrete Implikation denn wer gerade im Alarmmodus ist kann genau in diesem Moment nicht rational entscheiden, nicht rational kommunizieren, nicht rational auf irgendwelche Dinge eingehen.
00:22:31: Das Gehirn ist buchstäblich in einem anderen Zustand Und deswegen diese berühmte fünf Sekunden Pause, Tiefdurchatmen zählen, kurz innehalten.
00:22:39: Das macht total Sinn!
00:22:42: Es gibt nämlich den präfrontellen Cortex dustäblich die Zeit wieder online zu gehen und deswegen das ist nicht dieses so ja mal kurz durchatmen bevor du eine Antwort gibst.
00:22:53: es ist nicht einfach nur ein Schlossgel oder esoterik oder sonst was sondern dass es wirklich dringt tatsächlich etwas und das macht manchmal sehr sehr viel Sinn eine Pause einzubauen, auch eine längere um seine Gedanken zu sortieren denn vorher ist das faktisch einfach nicht möglich.
00:23:11: Was ich dir noch mitgeben möchte?
00:23:13: Kontrolle ist kein Luxus!
00:23:15: Wenn unkontrollibere Stress da ist was die Ratschwende so mit einem Stärksten senkt dann ist das Herstellen von Handlungsfähigkeit also vom echten Einfluss und von Wahlmöglichkeiten auch dem Kleinen einen neueren biologische Notwendigkeit.
00:23:33: Das ist kein nice to have, das betrifft die Führungsperson selbst aber auch alle, die in der Verantwortung stehen Systeme zu gestalten.
00:23:42: und das dritte ist das Muster zu erkennen bevor der Trigger kommt.
00:23:48: also wann ist die eigene Zinschluhe gerade kürzer als üblich?
00:23:51: In welchen Konstellationen nach welchen Worten Nach welchen Situation mit welchen Menschen?
00:23:59: Und dass kann man nicht in dem Augenblick beantworten, aber zumindest mal davor.
00:24:03: Also das ist eine Einladung zur Reflexion für die Retrospektive, um mal zu überlegen was sind denn so Momente wo ich vielleicht ne kurze Zündschnur habe oder wo wir als Team und auch als Unternehmen, wo uns da regelmäßig irgendwas durchbrennt?
00:24:15: Und dann können wir aus der Entfernung- und mit Abstand gut beobachten Denn wenn das Gehirn einmal in diesem Alarmmodus drin ist Dann kann es einfach nicht mehr so gut beoberten Aber eben schon Und deswegen auch die Zeit nutzen, wenn man mal entspannt ist zu reflektieren.
00:24:30: Wann war denn das letzte Mal und was war der Auslöser?
00:24:32: Weil allein da schon ins Bewusstsein zu rupen sorgt eben dafür dass es am nächsten Mal eine andere Reaktion gibt Wenn du gerade jemanden vor Augen hast vielleicht in deinem Team In deiner Familie In deines Freundes als in deiner eigenen Entführungsletage Vielleicht auch oder bei dir selber Die nur sehr kurze Zündchen hat bevor Du da auch schnell urteilst Bevor Du zurückweißt anfängst, um diese Person herumzuarbeiten oder das nächste Coaching zu empfehlen.
00:25:02: Vielleicht erst mal im ersten Schritt fragen was fängt diese Person eigentlich gerade und wie lange schon?
00:25:08: Und was davon ist eigentlich sichtbar und was nicht?
00:25:11: Was ist der Kontext in dem sich dieser Person gerade befinde?
00:25:15: Das verändert auf den Blick und somit auch den Umgang und somIT die Kommunikation mit anderen Personen macht – das Leben in der Regel ein bisschen leichter!
00:25:29: Die kurze Zündschnur ist selten das, wofür viele sie noch halten.
00:25:34: Nämlich für eine Charaktereigenschaft sondern die kurze zünds Schnur ist vielmehr ein Zustand.
00:25:39: es ist ein Signal und manchmal eines der schon sehr lange sendet ohne dass jemand hingehört hat oder auch Unterstützung angeboten hat.
00:25:46: Und ich finde Das zu wissen was verändert nochmal Dinge.
00:25:50: man kann Dinge vielleicht aus einem anderen Blickwinkel sehen weil es einfach eine neue Perspektive eröffnet und einen anderen Zugang öffnet, so uns selbst zu anderen auch zu den Systemen in denen wir alle arbeiten und leben.
00:26:05: Das war die heutige Folge von The Brain Behind!
00:26:07: Wenn sie dich angesprochen hat, teilt sie sehr gerne mit ihren Wandern, dem Sie auch nützlich sein könnte.
00:26:13: Wenn du Gedanken, Fragen oder Impulse hast – ich freue mich immer über Nachrichten – vielen Dank, dass du mit dabei warst.
00:26:18: Bis zum nächsten Mal und mach's gut!
00:26:20: Ciao Vielen Dank, dass du heute bei The Brain Behind dabei warst.
00:26:26: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere super gerne ein Podcast oder teil ihn mit jemandem, der vielleicht auch davon profitieren könnte!
00:26:33: Wenn du ein bisschen tiefer einsteigen willst findest du in den Show Notes noch einen Link.
00:26:37: da findest Du weitere Informationen, Masterclasses und Dokumente für dich zum Runzerladen und selbst weiterarbeiten.
00:26:44: Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.
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